Künstler
Tour 1
Körperexzentrik aus dem Kongo
Füße werden zu Händen, Hände zu Füßen - ein seltenes Schauspiel, wie es nur die afrikanische Tradition kultisch perfekter Körperbeherrschung erlaubt. Huit Huit, der Körperexzentriker aus dem Kongo, demonstriert eine unvergleichliche Geschmeidigkeit, die ihn mit Leichtigkeit gar durch einen Tenisschläger schlüpfen lässt.
Gumboots und Steptänzer aus Südafrika
Grubenlampe, Gummistiefel und der eigene Körper sind die Essenzen des begeisternden Auftritts der Gumboot Dancers aus Südafrika. Durch rhythmisches Schlagen mit den Händen auf ihre Gummistiefel, Aufstampfen und Kettenrasseln präsentieren sie eine eigene hierzulande nie gehörte Klangsprache in Form einer hochrhythmischen und mitreißenden Musik- und Tanzperformance. Die Kostüme verweisen zugleich auf die Herkunft des Tanzes als Kommunikationsmittel in den Minen ihrer Heimat.
Tänzerinnen und Tänzer aus dem Senegal, der Elfenbeinküste und Guinea
„Wenn Du sprechen kannst, kannst Du singen, wenn Du gehen kannst, kannst Du tanzen“, sagt ein afrikanisches Sprichwort. Tanz, Gesang und Rhythmus sind bei allen wichtigen, keinesfalls nur freudigen, Lebenssituationen von tragender Bedeutung: bei Geburt und Tod ebenso wie bei Krankheit oder Heirat. Auch das Gebet zu einer Gottheit kann ein Tanz sein. Tänzer können fließen wie Wasser, wie der Wind fliegen oder wie Feuer flackern. Seine augenblicklichen Gefühle lenken die Bewegungen des Tänzers. „Ich tanze, also bin ich!“, sagt der afrikanische Schriftsteller Léopold Sédar Senghor. Was er meint, spürt das Publikum beim vibrierenden Rhythmus der Tänzer in der Arena.
Strapatenkunst aus Martinique
Der Strapatenkünstler Jean-Claude Belmat verzaubert das Publikum mit einer perfekten Synthese aus Kraft und Körperbeherrschung. Der Zuschauer glaubt selbst mitzuschweben, wenn sich der Artist mit waagrecht gestrecktem Körper langsam kreisend bis an die Spitze der Zirkuskuppel schraubt um danach in vollendeter Anmut durch die Manege zu schweben.
Balljonglage aus Ägypten
Erst sechs, dann acht, dann zehn Bälle zugleich hält Abdurazak Reshid Adem, der Jongleur aus Addis Abeba, in fliegender Schwebe. Sein Counterpart ist der Boden der Manege. Kaum wahrnehmbar lässt er die Bälle aufschlagen, bis sie so schnell fliegen, dass man glauben könnte, sie stünden in der Luft. Kein Auge kann folgen.
Stangenakrobatik aus Tansania und Südafrika
Die 17 Artisten der Truppe „Hakuna Matata“ (aus dem Swahili für „die Sorgen mögen Dir fern bleiben“) lassen dem Publikum den Atem stocken, wenn sie mit eleganter Leichtigkeit an glatten, haushohen Stangen auf- und kopfüber wieder niederschießen und in rasanter Folge halsbrecherische Aktionen vollführen, bei denen Artistik und Athletik verschmelzen.
Tisch und Vasenbalance aus Tansania und Kenia
Auf dem Rücken liegend lassen die Artistinnen in rasendem Tempo Tische, Vasen und Möbel kreisen. Mary Romuald Materego aus Tansania und Msemakweli aus Kenia sind Meisterinnen in der Kunst der Antipode. Synchron und so leicht wie einen Ball jonglieren sie mit ihren Füßen schwerstes Gerät.
Einrad- und Ballvirtuosen aus den USA
„King Charles“ die elfköpfige Einradgruppe aus der New Yorker Bronx, der nordamerikanischen Diaspora, liefert sich ein surreales Basketballmatch, bei dem komödiantisches und sportliches Können zusammenfließen. Begleitet von den rhythmischen Schlägen eines harten Beats wirbeln sie durch die Arena.
Wasserexzentrik und Topfjonglage aus Ghana
Wasserexzentrik vom Feinsten: Der „Waterman“ Dickson Oppong aus Ghana lässt zugleich acht Schüsseln tanzen. Seinem Mund entsteigen meterhoch unglaubliche Wasserfontänen. Eine wahrhaft einmalige Leistung in der zirzensischen Welt.
Meisterkontorsion aus Südafrika
Mit geradezu unwirklichen Biegungen des eigenen Körpers, die sie harmonisch und in meisterlicher Geschmeidigkeit ausführt, zieht die südafrikanische Nokulunga Buthelezi das ungläubig staunende Publikum in ihren Bann. Das junge Körpertalent offenbart eine außerordentliche Beweglichkeit, die ihr den Beinamen Schlangenmädchen eintrug.
Tour 2
Kontorsion
Sie sind sechs quirlige junge Frauen am Beginn ihres Lebens und ihrer Laufbahn. AFRIKA! AFRIKA! Hat sie zusammengebracht, und sie feiern einen Erfolg nach dem anderen. Die jungen Äthiopierinnen stammen aus einer Zirkusschule, die AFRIKA! AFRIKA! Finanziert. Drei Jahre lang hat ihre Ausbildung gedauert, nun sorgen sie mit ihrer furiosen Kontorsionsnummer für Staunen.
Jonglage
Nicht irgendeine Jonglage-Nummer, sondern furiose Ballakrobatik at its best zeigen der Äthiopier Melaku Lissanu und seine Partnerin Tseday Assefa Beyene. Die beiden jonglieren gemeinsam, überkreuzen dabei die Bälle, wechseln die Positionen während der Jonglage und das mit jeweils sechs Bällen und bei sehr hoher Geschwindigkeit.
Yoga Yoga
In seiner Heimat ist er kein Unbekannter: Yoga Yoga, wie Michael Elias Mondosha genannt wird, kennt man in Tansania. Dort ist der 27-Jährige in vielen Shows mit seiner Kontorsionsnummer aufgetreten und gefeiert worden. Bei AFRIKA! AFRIKA! Kommt er begleitet von den Stalla Dancers, als menschliche Spinne auf die Bühne. Dabei läuft er auf seinen Händen, die Beine liegen nach vorne abgespreizt auf seinen Schultern. Eigentlich ein Solist, findet er den gemeinsamen Auftritt mit den Stella-Dancers durchaus reizvoll, denn zusammen erzählen sie Geschichten und spielen Szenen aus ihrer afrikanischen Heimat.
Reifenexzentrik
Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Hagernesh Lulu Adamu mit jener Form der Reifenexzentrik begann, die landläufig Hula Hoop genannt wird. Unglaublich, denn sie lässt die Ringe durch die Luft tanzen, als mache sie dies schon ihr Leben lang. Dabei begann die 19jährige Äthiopierin ihre künstlerische Karriere eigentlich mit Kontorsion. Nun kommt ihr ihre Beweglichkeit auch bei der Reifenexzentrik zu Gute.
Wasserexzentrik
Waterman John Kwaku Amamoo ist so eine Art menschlicher Springbrunnen. Für AFRIKA! AFRIKA! Steht er zusammen mit Waterwoman Stephane Yaa Oppong auf der Bühne. Ihr Vater ist übrigens der Waterman auf der anderen AFRIKA! AFRIKA!-Tour. Und um etwas Eigenes zu gestalten, hat sie zusammen mit John die Schüssel-Jonglage einstudiert: In atemberaubender Geschwindigkeit lassen die beiden die auf kleinen Hölzern aufgespießten Schüsseln rotieren. Und anschließend sprudelt zur Begeisterung aller noch einmal das Wasser.

